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Gourmand Awards: Drittbeste Foodwebsite weltweit

Grosse Ehre: In Yantai/China wurden Ende Mai die Gourmand Awards vergeben, quasi die Oskars der Kochwelt. Ich wurde mit diesem Blog ausgezeichnet als drittbeste Foodwebsite weltweit.

 

Ich bin natürlich unglaublich geehrt, denn die Gourmand Awards versammeln jährlich die besten Kochbuchautoren und Food-Publizisten. Bereits 2017 durfte ich an den Gourmand Awards teilnehmen. Damals wurde das Buch «Leaf to Root» ausgezeichnet als drittbestes Vegi-Buch weltweit. Nun also wurde ich mit dem Blog Leaf-to-Root.com ausgezeichnet von der Jury der Gourmand Awards.

 

Esther Kern in Yantai/China an der Auszeichnung der Gourmand Awards, wo Leaf-to-Root.com als drittbeste Foodwebsite weltweit ausgezeichnet wurde.

Vom Event selber bin ich nachhaltig begeistert. Letztes Jahr reiste ich komplett ohne Erwartungen nach China. Warum China, und warum ausgerechnet die Stadt Yantai? Weil der Gründer der Gourmand Awards, Edouard Cointreau, dort wohnt. Gestartet hat er, ein Franzose, die Awards in Paris. Natürlich ist die Reise dorthin viel einfacher. Gleichzeitig hat es aber auch seinen Reiz, dass ein Event eben mal nicht in Europa ist. Denn in China hat es natürlich mehr Gäste aus Asien, für die die Anreise wiederum einfacher ist. Und so erhält man Einblicke in viele neue Kochbuchwelten, die wertvoll und inspirierend sind.

 

Highlight dieses Mal war die Auszeichnung des besten Buches über alle Kategorien. Ein Buch, das viel mehr ist als ein Kochbuch: Es geht um die Kultur von ganzen Volksstämmen. «Eallu» heisst das Buch und es beleuchtet die kulinarischen Traditionen von arktischen Völkern. Bei den «Reindeer Herders», wie sie sich selber auch nennen, verändert sich aktuell sehr viel, sei es durch soziale Veränderungen oder sei es durch den Klimawandel. Manche möchten die Traditionen der Eltern nicht fortsetzen, andere werden bedrängt durch Konzerne, die das Land für sich beanspruchen. Für «Eallu» haben sich Jugendliche aus mehreren Ländern, beispielsweise Norwegen, Schweden, Russland zusammengeschlossen, um nicht nur Rezepte zu zeigen, die nördlich vom Polarkreis gekocht werden, sondern auch Geschichten zu erzählen. Ein wunderbares Projekt, dass es verdient hat, ausgezeichnet zu werden mit dem Kochbuch-Oskar.

 

Die «Eallu»-Delegation in Yantai/China.

 

Und weil unser Flugzeug von Yantai nach Peking nicht geflogen ist, musste wir alle zusammen eine weitere Nacht im Hotel bleiben – so lernte ich einige Mitglieder der Arktischen Delegation noch etwas besser kennen. Sie erzählten mir von fehlender Mitsprache in ihren Ländern (nein, nicht irgendwelche Diktaturen, sondern Norwegen oder Schweden) und davon, wie sie zwischen westlicher Welt (Studium) und traditionellem Rentierzucht-Leben hin und her switchen. Auf jeden Fall hat mir «Eallu» einmal mehr gezeigt, dass Essen oft eben auch Politik ist.

 

Das zeigt sich auch bei anderen Büchern wie dem von Nompumelelo Mqwebu. Sie reiste aus Südafrika an – ihr Buch «Through the Eyes of an African Chef» zeigtsüdafrikanische Gerichte und wurde als bestes Buch in der Kategorie «Selfpublished» ausgezeichnet. Sie bringt darin traditionelle südafrikansiche Gerichte, teilweise mit modernem Twist auf den Tisch.

 

Und damit Ihr einen Eindruck habt, wer sonst so da ist, stelle ich Euch ein paar Buchautoren vor: Die wunderbare Tess Stomski aus Niseko lernte ich kennen, eine Australierin, die in Japan hängengeblieben ist und in Niseko auf Hokkaido ein Catering betreibt (hingehen, falls Du mal da bist, sie gibt auch Kochkurse). Letztes Jahr und dieses Jahr dabei: Suthipong Suryia, der in Bangkok das Karb-Foodstudio besitzt, wo er Foodbilder und auch Kochbücher produziert. Und schon letztes Jahr mein Begleiter durch aufregende Award-Verleihungen, chinesische Bankette und ausgedehnte Buchtouren in der Gallerie: Ofer Vardi, der mit seinem Verlag hebräische Kochbücher publiziert, soeben nach Budapest gezogen ist und dort Foodtouren anbietet (bei Interesse dafür gerne bei mir melden).

 

Gourmand Awards, das bedeutet, sich selber freuen darüber, wenn man ausgezeichnet wird. Es bedeutet aber auch, Teil einer grossen Familie zu sein, die über alle Kontinente verstreut Menschen am Tisch zusammenbringt. Ich war einmal mehr: überwältigt!

 

 

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